Ich bin zweisprachig in Kairo aufgewachsen. Ein ägyptischer Vater und eine österreichische Mutter bedeutet eine höhere Sensibilität für Sprachen im Allgemeinen. Auch der große Unterschied der Kulturen bleibt einem Kind nicht verborgen. Man könnte sagen, man wächst mit dem Dolmetschen auf.

Die deutsche Muttersprache half mir, schon im Alter von 16 Jahren, in fast allen Fächern, die in Kairo an den zwei Deutschen Schulen auf Deutsch unterrichtet worden sind, Nachhilfe geben zu können. Das Unterrichten mache ich bis heute noch mit Leidenschaft.

1989 nach Österreich gezogen und zuerst in einem Marktforschungsunternehmen, danach in der Österreich-Arabischen Handelskammer, war Übersetzen eines meiner Hauptaufgaben neben vielen Büroadministrativen Arbeiten.

Nach einer längeren Karenzzeit, in der ich Nachhilfe in Arabisch, Deutsch und Englisch gab und private Übersetzungs- und Dolmetsch-Arbeiten übernahm, arbeitete ich für ein Jahr in der Österreichischen Nationalbank. 2003 bis 2017 war ich im Sozialministeriumservice tätig. Während dieser Zeit arbeitete ich immer nebenbei ehrenamtlich in Projekten der Caritas und der Volkshilfe, wo ich jungen Menschen mit Fluchterfahrung, in schulischen Angelegenheiten half.

2017 entschied ich mich meine Zweisprachigkeit zu meinem Beruf zu machen. Der Bedarf an Dolmetschern, die Arabisch und Deutsch konnten war sehr gestiegen. November 2018 absolvierte ich den Postgraduate Universitätslehrgang: Dolmetschen für Gerichte und Behörden. Während des Lehrganges und bis jetzt dolmetsche ich für Gerichte, Krankenhäuser, Behörden und für private Personen. Aber auch Übersetzungen für Institutionen und Behörden gehören zu meinen Aufgaben und wurden zur vollen Zufriedenheit der Kunden getätigt.